Dienstag, 17. Juni 2014

Jeder hat mal angefangen...

Bei einer Vorstellung im SBT wurde ich heute wieder an meinen ersten Scrapversuch erinnert. Ich bin 2010 eher zufällig auf Scrapbooking gestoßen. Ich war im Internet auf der Suche nach Ideen, auf welche Weise man Rezepte ansprechend unterbringen kann. Dabei habe ich Rezeptminis gefunden und bin dann beim Weitergucken auf Scraplayouts gestoßen. Ich war hin und weg. Und gleichzeitig der festen Überzeugung, dass ich sowas ja nie im Leben zustande bringen würde. Ich war auch nie besonders künstlerisch interessiert. Aber so richtig losgelassen hat es mich nicht und irgendwann habe ich den Entschluss gefasst, es doch mal zu probieren.
Also habe ich seit ganz langer Zeit mal wieder Fotos entwickeln lassen und mir ein Rezept mit Bild ausgesucht. Und dann bin ich einkaufen gegangen. In einen Bastelladen hier vor Ort, der eine kleine Scrapecke mit etwas Papier, Stickern und Eyelets hat. Dort habe ich ewig gestanden und gesucht und geizig abgewogen, was ich kaufen und nutzen werde. Am Ende habe ich einigen CS in passenden Farben erstanden. Und dann habe ich mich daheim mit aufgeregtem Kribbeln im Bauch daran gemacht, die (aus damaliger Sicht) teuren Papiere anzuschneiden. Da ich noch keine Alphas hatte, habe ich mir eine Schriftart ausgesucht, den Titel ausgedruckt und jeden Buchstaben ausgeschnitten. Das Journaling habe ich auf Butterbrotpapier gemacht, der Tag ist selbstgeschnitten aus einem alten Fotoalbum und das Band aus der Geschenkekiste.
Material: Coredinations, DCWV
Ich habe noch eine ganze Weile schüchtern mit meinen Rezeptfotos herumprobiert, ehe ich mit der Geburt vom kleinen Mädchen richtig angefangen habe zu scrappen. Und vor ein paar Monaten habe ich meine Layouts angesehen und war richtig zufrieden. Ich habe in dieser ganzen Zeit so viel gelernt, ausprobiert und erfahren. Ich habe mir Blogposts durchgelesen zum Aufbau von Layouts, habe geliftet, Techniken nachgemacht, mir nach und nach verschiedene Werkzeuge und Materialien gekauft und sie getestet. Für ein halbes Jahr hatte ich auch mal ein Scrap-Kit. Das hat mir für den Anfang auch gut geholfen erst mal einen Grundstock an Material aufzubauen. Und neulich dachte ich, ja, so langsam habe ich das Gefühl meinen eigenen Stil zu entwickeln. Ich scrappe inzwischen auch viel schneller. Habe ich am Anfang noch stundenlang Papier hin und her geschoben und kaum Embellishment aufs Layout gekriegt, so fällt es mir jetzt viel leichter, verschiedene Dinge zu kombinieren.
Scrappen ist für mich inzwischen meine perfekte Entspannungszeit. Wenn das kleine Mädchen schläft, ziehe ich mich in meine Scrapecke zurück und lege los. Ich hole die ganzen kleinen Alltagsgeschichten wieder hervor, freue mich über meine Familie und unser gemeinsames Leben. Ich kann meinen Kopf ausschalten und mich vollkommen runterfahren, während ich Papier und Embellis zu unseren Fotos und Geschichten zusammensuche. Ich bin so dankbar und glücklich, dieses Hobby gefunden zu haben. Es erhält unsere Erinnerungen, die liebevollen, lustigen und intensiven Momenten und gibt den Fotos ihre Bedeutung zurück. Und gleichzeitig tut es meiner Seele so gut und lässt mich entspannen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und zeige euch bald wieder aktuelle Layouts. Ich muss nur mal rauskriegen, wo der Mann das Datenübertragungskabel von der Kamera versteckt hat...

Kommentare:

  1. Interessant zu lesen, was Dich zum Scrappen gebracht hat! Viele fangen ja eher mit den ersten Fotos vom Kind an, Du mit Rezepten... ;-) Ja, man tastet sich langsam ran und das Schöne ist - man entwickelt sich immer weiter! Ich wünsche Dir noch viel Spaß beim Scrappen und viele tolle Layouts! LG, Kati

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  2. Ja, wirklich interessant... und machst Du mit den Rezepten noch so weiter? Oder gar nicht mehr? Ich bin noch auf der Suche nach "der perfekten" Idee für Rezepte ;-)

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  3. Nein, mit den Rezepten habe ich jetzt lange nicht mehr weitergemacht. Zum Einen gibt es jetzt so viele Fotos vom kleinen Mädchen zu verscrappen, da bleibt gar nicht mehr so viel Luft und zum Andern haben wir jetzt ein digitales Kochbuch, sodass niemand die gescrappten Rezepte anschauen würde, so wie ursprünglich gedacht. Und es fällt mir auch wesentlich leichter Fotos mit meiner selbstgeschriebenen Geschichte zu verscrappen, als Rezepte mit elendig langen Texten...

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